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Landkauf in Hamburg: Planung und Register

Hamburg ist Stadtstaat: Maßgeblich sind Bauordnung, Altlasthinweiskataster, Kampfmittelhinweise und der konkrete Bebauungsplan.

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Hamburg prüft man nicht wie eine ländliche Gemeinde

Beim Grundstückskauf in Hamburg treffen dicht bebaute Stadtteile, Hafen- und Gewerbeflächen sowie wenige offene Landschaftsräume aufeinander. Eine Parzelle kann deshalb an einem Bebauungsplan, einer Baulast, einer Altlast oder an einem Kampfmittelverdacht scheitern, obwohl das Exposé sie als Bauland bezeichnet. Die zuständigen Stellen liegen überwiegend bei der Freien und Hansestadt Hamburg, nicht bei einem Landkreis.

Der erste Blick gehört dem Flurstück und dem Planungsrecht. Im Bebauungsplan-Portal Hamburg lässt sich feststellen, ob ein Plan gilt und welche Nutzung festgesetzt ist. Das ersetzt keine Bauvoranfrage: § 10 BauGB beschreibt die Satzungswirkung des Bebauungsplans, während die Hamburgische Bauordnung Verfahren und Abstände regelt.

Die Kaufprüfung beginnt mit den Unterlagen. Eine Kaufcheckliste und die Seite Grundstück prüfen helfen, Behördenauskunft, Lageplan und Vertragsentwurf zusammenzuhalten.

Abstandsflächen nach § 6 HBauO

§ 6 HBauO legt in Hamburg grundsätzlich eine Abstandsflächentiefe von 0,4 H fest, mindestens 2,5 m. Für Gewerbegebiete nennt die Vorschrift 0,2 H. Einen eigenen Faktor für Kerngebiete gibt es nach der geprüften Regelung nicht; an der Grenze zu anderen Baugebieten bleibt der Regelfall von 0,4 H maßgeblich.

Das Hamburger Maß ist bei schmalen innerstädtischen Grundstücken oft kaufentscheidend. Die Fläche muss zur geplanten Gebäudehöhe, zur Grundstücksgrenze und zur Stellung des Baukörpers passen. Das sogenannte Schmalseitenprivileg ist in der geprüften Hamburger Regelung nicht vorgesehen. Eine Skizze mit Wandhöhen ist daher belastbarer als die Angabe bebaubar.

Die Hamburgische Bauordnung, § 6 gehört in die Akte. Für die praktische Einordnung von Grenzabständen ist außerdem der Ratgeber zu Nachbarrecht und Grenzabständen nützlich.

Baulastenverzeichnis vor dem Kauf einsehen

Hamburg führt ein Baulastenverzeichnis. Nach § 83 Abs. 1 Satz 3 HBauO können öffentlich-rechtliche Verpflichtungen eines Grundstücks dort vermerkt sein. Eine solche Eintragung kann etwa die Zufahrt, eine Abstandsfläche oder eine andere Voraussetzung für ein Bauvorhaben sichern. Sie wirkt nicht wie eine gewöhnliche private Vereinbarung, die man aus dem Grundbuch allein ablesen könnte.

Den Auszug stellt die zuständige Hamburger Stelle über die Auskunft zum Baulastenverzeichnis bereit. Der Flurstücksbezug muss mit dem aktuellen Kataster und dem Kaufvertragsentwurf übereinstimmen. Auch ein leerer Auszug beantwortet nicht automatisch die Frage, ob eine Dienstbarkeit, eine Wegerechtsvereinbarung oder eine öffentlich-rechtliche Sicherung an anderer Stelle relevant ist.

Bei einer Teilung sollte der Lageplan zusammen mit der Baulast gelesen werden. Eine geplante Garage kann eine bestehende Sicherung nutzen, aber ebenso durch sie eingeschränkt werden. Der Überblick zu Baulasten und Beschränkungen trennt diese Prüfung vom Grundbuch.

Karte Deutschlands, Hamburg hervorgehoben, die Länder eingefärbt nach Grunderwerbsteuersatz von 3,5 bis 6,5 ProzentKarte in voller Größe öffnen
Grunderwerbsteuer aller sechzehn Länder. Hamburg verlangt 5,5 %, gültig seit 1. Januar 2023. Die Karte zeigt den Satz, nicht den Betrag: der folgt aus der Gegenleistung im Kaufvertrag.

Altlastenkataster ist in Hamburg öffentlich zugänglich

Hamburg nennt das Register Altlasthinweiskataster Hamburg. Nach § 5 HmbBodSchG werden dort Hinweise zu altlastverdächtigen Flächen und Altlasten geführt. Die öffentliche Zugänglichkeit ist ein Hamburger Unterschied, doch ein Kartentreffer bleibt ein Hinweis und keine abschließende Aussage über die Tragfähigkeit oder die Schadstoffverteilung.

Vor dem Notartermin sollte die Grundstücksgrenze in der Karte mit dem Flurstück abgeglichen werden. Bei früherer gewerblicher Nutzung, Auffüllungen oder Tankanlagen braucht der Käufer zusätzliche Unterlagen und gegebenenfalls ein Bodengutachten. Ein fehlender Eintrag ist nicht dasselbe wie eine chemische Untersuchung des Baugrunds.

Die fachliche Einordnung von Boden und Geologie gehört zur Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft. Der Ratgeber zu Altlasten und Bodenkontamination zeigt, welche Fragen im Kaufvertrag offen bleiben können.

Kampfmittelverdacht gehört in die Hamburger Kaufakte

Für Hamburg gibt es eine eigene Dienstleistung zur Gefahrenerkundung Kampfmittelverdacht. Die Anfrage ist kostenpflichtig. Zuständig ist die Hamburger Feuerwehr mit der Gefahrenerkundung Kampfmittelverdacht (GEKV). Bei innerstädtischen Grundstücken mit Kriegsschäden, älteren Industrieflächen oder bekannten Bombenabwürfen ist das keine Randfrage.

Das Ergebnis muss zum Flurstück und zum geplanten Eingriff passen. Ein allgemeiner Hinweis auf ein Stadtviertel beantwortet nicht, ob für Erdarbeiten eine nähere Untersuchung oder Freigabe erforderlich ist. Kosten und zeitliche Folgen gehören in die Kalkulation, bevor ein Kaufpreis als sicher betrachtet wird.

Die Kampfmittelprüfung steht neben dem Altlastenkataster. Beide Quellen behandeln unterschiedliche Risiken und dürfen nicht zu einer einzigen Bodenprüfung zusammengezogen werden. Für die Vertragsgestaltung hilft der Ratgeber zu Kampfmitteln und Munitionsverdacht.

Karte Deutschlands, Hamburg hervorgehoben, die Länder eingefärbt danach, ob ihr Bodenrichtwert maschinell abrufbar istKarte in voller Größe öffnen
Amtlicher Bodenrichtwert der Länder. In Hamburg ist er nur über das Landesportal. Die Einstufung stammt aus unserer eigenen Abfrage der Landesdienste und sagt nichts über die Höhe oder die Qualität des Werts.

ALKIS, Geoportal und Grundbuch liefern verschiedene Antworten

Das Geoportal Hamburg bündelt Karten und Fachdaten des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung. Für eine formelle Katasterauskunft ist die Auskunft zum Liegenschaftskataster der richtige Einstieg. Ob ein bestimmtes ALKIS-Produkt online kostenlos erhältlich ist, ist nicht pauschal bestätigt.

Ein Kataster zeigt Flurstück, Lage und Grenzen; das Grundbuch beantwortet Eigentums- und Belastungsfragen. Keine dieser beiden Unterlagen beweist allein die planungsrechtliche Bebaubarkeit. Bei einer Grenzabweichung sollte die Vermessungsunterlage vor dem Notartermin geklärt werden, besonders wenn ein Anbau nah an der Grundstücksgrenze geplant ist.

Der Grundbuch-ALKIS-Vergleich erklärt die unterschiedlichen Funktionen. Bei mehreren Flurstücken müssen alle Nummern im Kaufvertrag, im Lageplan und in den Behördenanfragen gleich bezeichnet werden.

Vorbescheid und Genehmigungsfreistellung

Ein Vorbescheid nach § 75 Abs. 1 in Verbindung mit § 73 Abs. 2 HBauO gilt drei Jahre. Eine Verlängerung ist möglich. Für Käufer ist eine präzise Bauvoranfrage wertvoller als eine allgemeine Zusage: Sie sollte Nutzung, Baukörper, Höhe, Lage und die Erschließung so beschreiben, dass die offene Frage später nicht neu gestellt werden muss.

Hamburg kennt außerdem eine Genehmigungsfreistellung nach § 62 Abs. 1 Nr. 1 HBauO. Sie reicht bei den dort erfassten Voraussetzungen bis zur Gebäudeklasse 3, wobei für freistehende Wohngebäude eine besondere Einschränkung gilt. Die Frist aus § 62 Abs. 3 HBauO beträgt einen Monat, nicht eine pauschal umgerechnete Wochenzahl.

Eine Freistellung macht ein Vorhaben nicht materiell zulässig. Bebauungsplan, Abstandsflächen, Baulasten, Erschließung und Schutzvorschriften bleiben relevant. Die Hamburger Genehmigungsfreistellung und die Hamburgische Bauordnung sollten mit dem konkreten Vorhaben abgeglichen werden.

Lärmkarte mit markiertem Flurstück, farbigen Belastungsbändern und KartenlegendeSeite in voller Größe öffnen
Das Screening der kartierten Verkehrslärmbelastung beruht auf Daten des Umweltbundesamts. Abgebildet ist Seite 99 von 180 aus dem am 12. September 2026 erstellten Musterdossier Wismar (Mecklenburg-Vorpommern). Der Wismarer Befund gilt nicht für Hamburg.

Verfahrensfreie Gartenhäuser und Einfriedungen

Die Anlage zu § 61 Abs. 1 HBauO nennt für Gartenhäuser einen verfahrensfreien Rauminhalt von 30 m³. Für Einfriedungen innerhalb der Ortslage nennt die geprüfte Hamburger Regelung eine Höhe von 2 m. Für Garagen wird die Grenze nicht über einen Rauminhalt in Kubikmetern beschrieben; die Anlage arbeitet dort mit der Brutto-Grundfläche.

Im Außenbereich besteht für Einfriedungen keine pauschale Hamburger Höhengrenze aus der geprüften Antwort. Offene, sockellose Einfriedungen für land- oder forstwirtschaftliche Grundstücke sind dort als besonderer Fall genannt. Ein Gartenhaus ohne Genehmigungsverfahren kann trotzdem gegen Bebauungsplan, Abstandsflächen oder Nachbarrecht verstoßen.

Die Anlage zu § 61 HBauO ist deshalb vor dem Kauf eines Grundstücks mit Bestand zu lesen. Fotos und Maklerangaben sollten nicht an die Stelle einer Prüfung des tatsächlichen Baukörpers treten.

Bodenrichtwert und Hamburger Baulandstatistik

Für Hamburg weist die amtliche Statistik für baureifes Land im Jahr 2024 einen durchschnittlichen Kaufwert von 1026,71 Euro je m² aus. Das ist ein landesweiter statistischer Kaufwert und kein Wertgutachten für ein bestimmtes Flurstück. Gerade in einem Stadtstaat können Lage, Nutzungsmaß und Erschließung den Einzelwert stark verändern.

Der kostenfreie Einstieg zu den Bodenrichtwerten ist BORIS.HH. Bodenrichtwert, Kaufwertstatistik und Angebotspreis beantworten unterschiedliche Fragen. Ein hoher Quadratmeterpreis aus der Statistik darf nicht als Zusicherung für das eigene Grundstück in den Vertrag übernommen werden.

Die Kaufnebenkosten ändern sich durch die Lage im Stadtstaat nicht automatisch. Für die Grunderwerbsteuer gilt in Hamburg nach § 1 GrEStFestG HA ein Satz von 5,5 Prozent. Das eigene Landesrecht zur Grundsteuer folgt nach § 4 HmbGrStG dem Wohnlagenmodell. Der Ratgeber zu Bodenrichtwert und Grundstückswert hilft beim Auseinanderhalten der Werte.

Radonkarte mit markiertem Berichtspunkt, farbigen Potenzialklassen und LegendeSeite in voller Größe öffnen
Vom Bundesamt für Strahlenschutz stammen die Daten zur Einordnung des geogenen Radonpotenzials. Dafür wurde Seite 53 von 180 des am 12. September 2026 erstellten Musterdossiers Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) aufbereitet. Der Wismarer Befund gilt nicht für Hamburg.

Denkmalschutz funktioniert deklaratorisch

Hamburg führt die Denkmalliste Hamburg. Nach § 6 DSchG Hamburg ist das Denkmalschutzamt der Behörde für Kultur und Medien für die fachliche Zuständigkeit maßgeblich. Die Eintragung ist deklaratorisch: Das Fehlen eines sichtbaren Eintrags sollte deshalb nicht als Freibrief für Abbruch oder Umbau verstanden werden.

Für Baudenkmale und Bodendenkmale enthält das Hamburger Denkmalschutzrecht eigene Eintragungsregeln in § 4 und § 6 DSchG. § 17 DSchG steht im Zusammenhang mit dem Schatzregal, das in Hamburg seit dem 1. Mai 2013 bestätigt ist. Bei Erdarbeiten in einem historischen Bereich gehört die archäologische Frage neben dem Bauantrag in die Akte.

Eine Denkmalliste beantwortet nicht die Geologie, die Altlastenfrage oder den Kampfmittelverdacht. Diese Prüfungen bleiben getrennt. Bei einem Objekt in einem Ensemble sollte der Käufer die Denkmalschutzamt-Informationen mit dem aktuellen Bestand vergleichen.

Grunderwerbsteuer, Baugebühren und Wegebeiträge

Die Hamburger Baugebühren richten sich nach der Baugebührenordnung. Der Hamburger Gebühreneintrag verweist auf die BauGebO. Die konkrete Summe hängt von der Amtshandlung und dem Verfahren ab; ein pauschaler Betrag aus dem Exposé ist keine behördliche Gebührenzusage.

Die Grunderwerbsteuer von 5,5 Prozent nach § 1 GrEStFestG HA gehört in die Finanzplanung. Für Hamburg gilt außerdem ein eigenes Grundsteuergesetz. § 4 HmbGrStG ordnet das Wohnlagenmodell zu; der spätere Steuerbetrag hängt dennoch von den Grundstücks- und Gebäudedaten sowie den einschlägigen kommunalen Faktoren ab.

Bei Straßen kommt hinzu, dass der Straßenausbaubeitrag in Hamburg abgeschafft ist. Ein exaktes Inkrafttretensdatum des Änderungsgesetzes ist in der geprüften Quelle nicht bestätigt. Sicher ist der Status, nicht eine zusätzliche Datumsangabe. Der Ratgeber zu Kosten und Steuern sollte mit dem aktuellen Vertragsentwurf gelesen werden.

Gewerbe, Bergbau und besondere Hamburger Flächen

Hamburg ist kein klassisches Bergbauland. Für bergrechtliche Fragen ist nach § 2 BergBehG HA das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen zuständig, auch für Hamburg. Eine gesonderte Altbergbau-Auskunft speziell für Hamburg ist an der geprüften Zuständigkeitsseite nicht bestätigt. Das darf nicht mit einer negativen Boden- oder Kampfmittelauskunft verwechselt werden.

Bundesweit gelten dabei andere Ausgangspunkte; bei Hafen-, Industrie- und ehemaligen Bahnflächen sind deshalb die Nutzungsbiografie, das Altlasthinweiskataster und die aktuelle Planung wichtiger als eine pauschale Annahme über städtischen Baugrund. Bei Naturflächen kann Hamburg ein Vorkaufsrecht nach § 18a HmbBNatSchAG ausüben, das an § 66 BNatSchG anknüpft. Die Kaufabwicklung sollte diesen Punkt bei Flächen mit Naturschutzbezug ausdrücklich abfragen.

Für Waldflächen gilt § 4 WaldG HA: Eine Umwandlung ist genehmigungspflichtig. Eine feste Wiederaufforstungsfrist in Jahren nennt die geprüfte Regelung nicht; die angemessene Zeit wird im Einzelfall bestimmt. Der Ratgeber zum Waldgrundstück gehört bei solchen Flächen in die Vorbereitung.

Hamburger Prüfplan vor der Beurkundung

Hamburg lässt sich in einer kurzen, aber stadtteilscharfen Reihenfolge prüfen. Zuerst werden Flurstück, Bebauungsplan und mögliche Nutzung festgehalten. Danach folgen Abstandsflächen nach § 6 HBauO, Baulasten nach § 83 HBauO, Altlasthinweiskataster, Kampfmittelanfrage und der Abgleich von ALKIS mit dem Grundbuch.

Für einen Neubau mit offenen Fragen kommt der Vorbescheid nach § 75 HBauO hinzu. Bei Bestand sind die Genehmigungslage, Gartenhaus, Garage und Einfriedung einzeln zu dokumentieren. Denkmalschutz, Naturvorkaufsrecht und Waldrecht werden nur dann vertieft, wenn Lage und Nutzung einen Anhaltspunkt liefern, dann aber vor dem Notartermin.

PrüfpunktHamburger BesonderheitBeleg in der Kaufakte
Abstand0,4 H, mindestens 2,5 m; Gewerbe 0,2 HGebäudeskizze nach § 6 HBauO
BaulastBaulastenverzeichnis nach § 83 HBauOAuszug mit Flurstück
BodenAltlasthinweiskataster nach § 5 HmbBodSchGKartenauskunft und Gutachten
KampfmittelGEKV der Feuerwehr Hamburg, Anfrage kostenpflichtigSchriftliche Gefahrenerkundung
Preis1026,71 Euro je m² baureifes Land 2024Statistik getrennt von BORIS.HH

Jede Antwort sollte das Abrufdatum und die angegebene Flurstücksnummer tragen. Ein Kartenlayer ersetzt weder den Baulastenauszug noch eine schriftliche Bauvorbescheidung. Für den Vertrag können offene Punkte als Bedingungen formuliert werden, etwa die Vorlage der Kampfmittelauskunft oder ein bestimmter Inhalt des Vorbescheids.

Die Rechtsquelle muss zum Thema passen: § 6 HBauO beantwortet Abstände, § 83 HBauO Baulasten, § 5 HmbBodSchG das Altlastenkataster und das DSchG die Denkmalfrage. Diese Trennung verhindert, dass eine positive Auskunft aus einem Hamburger Register zu einer allgemeinen Baufreigabe umgedeutet wird.

Bei der Preisverhandlung sollten außerdem die Kosten für Erkundung, Gutachten und mögliche Sicherung gesondert angesprochen werden. Das gilt besonders bei Auffüllungen, Gewerbevornutzung und Kampfmittelverdacht. Ein niedriger Kaufpreis ist kein Ersatz für eine geklärte Gefahrenlage.

Für die Rechts- und Portalquellen gilt der Abrufstand 7. August 2026. Landesrecht, Satzung und Kartendaten können sich ändern. Bei einer konkreten Parzelle ist die zuständige Hamburger Behörde mit Gemarkung und Flurstück anzusprechen.

Offene Punkte schriftlich festhalten. Die Bauen ohne Genehmigung in den 16 Bundesländern und die Geoportale der 16 Bundesländer im Vergleich unterstützen die Einordnung. Für die Kalkulation der Erwerbsnebenkosten hilft außerdem der Grunderwerbsteuer in den 16 Bundesländern im Vergleich. Grundstück prüfen.

Baulandpreise der Länder im Vergleich

LandWertRechtsgrundlageQuelle
Baden-WürttembergBaureifes Land 2024: 362,06 EUR/m². Durchschnittlicher amtlicher Kaufwert für baureifes Land in Baden-Württemberg; kein Bodenrichtwert.§ 1 LStatG BWQuelle Baden-Württemberg
BayernBaureifes Land 2024: 381 EUR/m². Das Bayerische Landesamt für Statistik weist 2024 einen durchschnittlichen Kaufwert von 381 Euro je m² baureifem Land aus; regionale Unterschiede sind erheblich.Art. 1 Bayerisches StatistikgesetzQuelle Bayern
BerlinBaureifes Land 2024: 705,19 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert der amtlichen Kaufwertstatistik; kein Bodenrichtwert.§ 2 Statistikgesetz Berlin-BrandenburgQuelle Berlin
BrandenburgBaureifes Land 2024: 176,8 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert der amtlichen Kaufwertstatistik; kein Bodenrichtwert.Statistischer Bericht M I 6 – j/24, Tabelle 5Quelle Brandenburg
BremenBauland insgesamt 2022: 131,69 EUR/m². Veröffentlichter Wert für alle Baulandarten zusammen; ausdrücklich nicht baureifes Land.
Marktgröße Bauplätze 2025/2024: 71, 19 Verkäufe. Anzahl verkaufter Bauplätze, keine Preisangabe.
Kaufwertstatistik für Bauland; Grundstücksmarktbericht Bremen 2026Quelle Bremen
HamburgBaureifes Land 2024: 1026,71 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert; kein Bodenrichtwert.Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-HolsteinQuelle Hamburg
HessenBaureifes Land, Hessen insgesamt 2024: 246,36 EUR/m². Aus den amtlichen Werten für 1.639 Tsd. m² Fläche und 403.791 Tsd. EUR Kaufsumme ergibt sich rund 246,36 EUR/m²; der Wert ist ein durchschnittlicher Kaufwert, kein Preisindex.Statistischer Bericht M I 6 - j/24, Hessisches Statistisches LandesamtQuelle Hessen
Mecklenburg-VorpommernBaureifes Land 2024: 115,3 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert; kein Bodenrichtwert.Amtliche Kaufwertstatistik für Bauland, Statistisches Amt Mecklenburg-VorpommernQuelle Mecklenburg-Vorpommern
NiedersachsenBaureifes Land 2024: 148,01 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert der amtlichen Statistik; kein Bodenrichtwert.§ 1 NStatGQuelle Niedersachsen
Nordrhein-WestfalenBaureifes Land 2024: 272,59 EUR/m². IT.NRW weist für baureifes Land in NRW im Jahr 2024 einen flächengewichteten durchschnittlichen Kaufwert von 272,59 Euro je m² aus; es handelt sich um Kaufwertstatistik, nicht um einen Bodenrichtwert.§ 3 Statistikgesetz NRWQuelle Nordrhein-Westfalen
Rheinland-PfalzBaureifes Land, Rheinland-Pfalz insgesamt 2024: 175 EUR/m². Das Statistische Landesamt weist für 2.310 Verkäufe im Jahr 2024 durchschnittlich 175 EUR/m² aus; dies ist ein Kaufwertdurchschnitt und kein Preisindex.Kaufwerte für Bauland 2024, Statistisches Landesamt Rheinland-PfalzQuelle Rheinland-Pfalz
SaarlandBaureifes Land 2025: 135,02 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert.
Bauland insgesamt 2025: 112,21 EUR/m². Alle Baulandarten zusammen; nur Vergleichswert, keine grundstücksbezogene Aussage.
Statistik der Kaufwerte für Bauland (§ 195 BauGB i.V.m. Agrarstatistikgesetz/Landesstatistikrecht)Quelle Saarland
SachsenBaureifes Land 2024: 155,0 EUR/m². Landesweiter durchschnittlicher Kaufwert; kein Bodenrichtwert.Sächsisches StatistikgesetzQuelle Sachsen
Sachsen-AnhaltBaureifes Land, Sachsen-Anhalt 2024: 65,42 EUR/m². Das Statistische Landesamt weist für baureifes Land im Landesdurchschnitt 65,42 EUR/m² aus; der Gesamtwert für alle unbebauten Grundstücke beträgt 29,33 EUR/m².Statistik der Kaufwerte für Bauland; Statistisches Landesamt Sachsen-AnhaltQuelle Sachsen-Anhalt
Schleswig-HolsteinBaureifes Land 2024: 137,13. Die Statistik weist für Schleswig-Holstein insgesamt beim baureifen Land einen durchschnittlichen Kaufwert von 137,13 Euro/m² aus.Statistik der Kaufwerte für BaulandQuelle Schleswig-Holstein
ThüringenBaureifes Land 2025: 74,09 EUR/m². Landesweiter Durchschnitt für Thüringen insgesamt; nicht die Preisklasse unter 5 EUR/m².Amtliche Kaufwertestatistik für Bauland, Thüringer Landesamt für Statistik / Regionaldatenbank DeutschlandQuelle Thüringen

Quellenstand und Grenzen

Geprüft am 7. August 2026. Die Angaben beziehen sich auf die bestätigten Hamburger Quellen und ersetzen keine Einzelfallentscheidung der Bauaufsicht, des Denkmalschutzamts, der Feuerwehr oder der Bodenbehörde. Fehlende Angaben wurden nicht durch Schätzwerte ergänzt.

Weiterlesen: Erschließung und Zufahrt, Denkmal und Archäologie und Notartermin und Kaufabwicklung.

Häufige Fragen

Welche Abstandsfläche gilt in Hamburg?

Nach § 6 HBauO grundsätzlich 0,4 H, mindestens 2,5 m. Für Gewerbegebiete nennt die Regelung 0,2 H. Einen festen gesonderten Kerngebietsfaktor gibt es nicht.

Gibt es in Hamburg ein Baulastenverzeichnis?

Ja. § 83 Abs. 1 Satz 3 HBauO nennt das Baulastenverzeichnis. Der Auszug muss mit dem aktuellen Flurstück abgeglichen werden.

Ist das Altlasthinweiskataster Hamburg öffentlich?

Ja, das Altlasthinweiskataster ist öffentlich zugänglich. Ein fehlender Hinweis ersetzt aber keine Untersuchung des Baugrunds.

Was kostet die Kampfmittelanfrage in Hamburg?

Die Anfrage bei der Gefahrenerkundung Kampfmittelverdacht der Feuerwehr Hamburg ist kostenpflichtig. Eine gesonderte Kostenhöhe ist in der geprüften Quelle nicht bestätigt.

Wie lange gilt ein Vorbescheid in Hamburg?

Nach § 75 Abs. 1 in Verbindung mit § 73 Abs. 2 HBauO gilt der Vorbescheid drei Jahre. Eine Verlängerung ist möglich.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hamburg?

Nach § 1 GrEStFestG HA beträgt der Satz 5,5 Prozent. Der spätere Grundsteuerbetrag folgt einer eigenen Hamburger Regelung.

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